Crispin van den Broeck

Broeck, Crispin van den, Baumeister, Maler, Kupferstecher und Holzschneider, geb. zu Antwerpen 1530, gest. um 1602 in Holland, ein Schüler von Frans Floris, malte in einer eigentümlichen, weniger manierierten Weise als sein Lehrer. Die Galerie des Belvedere zu Wien besitzt ein Bild von ihm: eine Anbetung der heiligen drei Könige. Als Kupferstecher und Holzschneider stand er in hohem Ruf. Zu seinen besten Arbeiten in diesen Fächern gehören: 19 Blätter aus dem Leben der Maria; Christus am Kreuz ; die Beschneidung; die Verkündigung ; Maria und Elisabeth; die Anbetung der Hirten; die Anbetung der Könige; die letzten 5 Blätter sind in Helldunkel gefertigt und sehr selten. Das erste der neben verzeichneten Monogramme sieht man auf seinen radierten Blättern und Helldunkeln. — Seine Tochter Barbara, geb. zu Antwerpen 1560, bildete sich unter ihrem Vater und später in der Schule des J. Collaert ebenfalls in der Kupferstecherkunst aus. Sie stach meistens nach Zeichnungen ihres Vaters. Ihr bestes Blatt ist das mit dem feinsten Grabstichel vollendete jüngste Gericht, nach Crispin van den Broeck. Sie bezeichnete ihre Blätter mit B. fecit, Barbara fec., B. fil. B. Filia, B. Filia Crisp. sc.

 

Literatur. Dr. Ratgeber, Annalen der niederländischen Malerei u.s.w.


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Seite zuletzt aktualisiert: 13.02.2005 
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