Acamas, Akamas

ACAMAS, antis, Gr. Akamas, antos, des Theseus, Königs zu Athen Sohn, Hygin. Fab. 108. und Demophoons Bruder, nicht aber, wie einige wollen, Sohn. Servius ad Virgil. Aen. II. v. 262. et Muncker. ad Hygin. l. c. Seine Mutter ist ungewiß; und nach einigen Ariadne, nach andern Phädra und nach noch andern Antiope gewesen. Er zog mit den Griechen wider Troja und wurde nebst dem Diomedes abgeschickt, die entführte Helena von dem Priamus wiederzufordern. Bei dieser Gelegenheit verliebte sich Laodike, eine Tochter des Priamus, dergestalt in ihn, dass sie sich nicht eher zufrieden gab als bis sie durch Vorschub des Perseus, Statthalters des Priamus zu Dardano, den jungen Munitus von ihm zurück behielt. Parthen. Erot. c. 16. In dem danach erfolgten Krieg kroch er selbst mit in das hölzerne Pferd, Virgil. l. c. et Hygin. Fab. 108. und bekam nach Eroberung der Stadt Troja die Elymena, welche mit der Helena war entführt worden, zur Ausbeute. Dictys Cret. lib. V. c. 13. Von ihm hatte sonst der Tribus Acamantis bei den Athenern, Demosthenes apud Pierium ad Virg l. c. wie auch der Ort Acamantium den Namen. Steph. Byz. in Akamantion. Einige wollen lieber einen andern als des Theseus Sohn aus ihm machen, Pierius ad Virgil l. c. und manche ihn auch vielmehr Athamas, als Acamas, nennen, Emmeness. ad eumd. l. c. die es aber beiderseits nicht treffen.

 

ACAMAS, antis, Eussors Sohn und Heerführer, oder König der Thrakier, der mit einem guten Teile seiner Leute den Trojanern zu Hilfe kam, allein endlich auch, nach einigen, von dem Merionen, Homer. Il. P. v. 342. nach andern von dem Idomeneus vom Wagen geworfen und erlegt wurde. Dictis Cretens. lib. III. c. 4. Einige geben ihn sonst auch für Antenors Sohn an, Emmeness. ad Virg. Aen. II. v. 262. vermengen ihn aber auch mit dem folgenden Acamas.

 

ACAMAS, antis, Antenors Sohn, einer von den tapfersten Trojanern. Hom. Il. B. v. 824. et L. v. 60.

 

ACAMAS, antis, des Asius Sohn, auch einer von Seiten der Trojaner, der sich nebst seinem Vater nicht minder wohl verhielt. Hom. Il. M. v. 140.


 © textlog.de 2004 • 20.06.2019 08:54:24 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.10.2007 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  X  Z