530. Erzeigen 1). Erweisen 2). Antun 3). Zufügen 4).

1) To render.     2) To show.     3) To do.     4) To cause.
1) Manifester (montrer, rendre).     2) Prouver (temoigner).     3) Faire.
4) Causer (occasionner).
1) Dimostrare.    2) Provare.    3) Fare.     4) Recare (cagionare).

Wenn zeigen eine augenblickliche Handlung andeutet, durch die man jemand etwas bemerkbar macht, weisen hingegen eine fortgesetzte oder mehrere Handlungen, durch die er eine vollständige Kenntnis erhalten soll: so sagt erweisen mehr als erzeigen, und es würde auch das begreifen, was ich aus dem, was mir jemand erzeigt, schließen kann. Das Erzeigen würde daher nur auf das Tun, das Erweisen auch auf die Gesinnungen gehen, die ich aus einer einzigen Handlung erkennen kann. Man tut und erzeigt jemand einen Gefallen, und erweist ihm viel Gefälligkeit. Man tut und erzeigt ihm einen Dienst und erweist ihm Liebe. Während erzeigen und erweisen nur in guter Bedeutung gebraucht werden, finden sich antun und zufügen nur in schlimmer Bedeutung. Man tut anderen oder sich selbst ein Leid an, man fügt anderen Schaden zu. Antun läßt den Gegenstand mehr leidend erscheinen und weist auf eine stärkere Einwirkung hin als zufügen. In Redewendungen wie: sich ein Leid antun (Selbstmord), wie kannst du mir das antun! usw. tritt das besonders hervor.


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