Hans Jan Bol

Bol, Hans oder Jan, niederländischer Landschafts- und Miniaturmaler, geb. zu Mecheln 1534, er arbeitete zwei Jahre lang für den Kurfürsten von der Pfalz in Heidelberg, dann bis 1572 zu Mecheln, von welcher Zeit an er nur noch Miniaturgemälde fertigte, und sofort von 1572—84 in Antwerpen, worauf er sich nach kürzerem Aufenthalt in Bergen, Dortrecht und Delft zuletzt in Amsterdam niederließ, wo er 1593 starb. Bol malte sehr schöne Landschaften, Städteansichten, führte aber auch Gemälde biblischen Inhalts aus. Er war ungemein geschickt, die im Wasser sich spiegelnden Gegenstände und die mit Moos und Gesträuch bewachsenen Felsen zu malen: überhaupt sprechen seine in Wasserfarben ausgeführten Gemälde durch geistvolle heitere und saubere Behandlung sehr an. Berühmt sind seine Gemälde: Daedalus und Ikarus, und Christus am Ölberge, sowie seine Ansichten von Amsterdam, Haag u.s.w. Bol hat auch in Kupfer geätzt und man zählt unter seine besten Blätter: die Versöhnung Jacobs und Esau's; die zwölf Monate: die Landschaft mit dem Gänserahmen u.s.w. Nebiges Monogramm sieht man auf einigen derselben.


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