Benedetto Bonfigli, di Buonfiglio

Bonfigli, Benedetto, oder di Buonfiglio, aus Perugia, geb. um 1420, gest. nach 1496, einer der ersten namhafteren Meister der nachher zu einem so bedeutenden Höhepunkt der Kunst sich entwickelnden umbrischen Schule, zeigt sich in seinen Gemälden als ein Nachahmer des Gentile da Fabriano, nur etwas härter realistisch, obschon nicht ohne das ernste Streben nach Anmut der Linien und Bewegungen und einiges Verdienst um die Färbung. Sein bestes Bild ist eine Anbetung der Könige in S. Domenico (angeblich vom Jahr 1460); auch die Madonna mit Heiligen in der Gemäldesammlung der Akademie und zwei Tafeln Engel mit Passionswerkzeugen in der Sakristei von S. Franceso gehören zu seinen anmutigeren Werken. Dagegen werden ein großes Bild mit einer Glorie Christi und den Taten des heil. Bernardins in der gleichnamigen Bruderschaftskapelle (vom Jahr 1461) und eine Pietà (vom Jahr 1469) in S. Pietro als steif, hart und porträtmässig geschildert. Die 1454 begonnenen Fresken im Ratspalast (Vorsaal des Delegaten), Geschichten, der heil. Bischöfe Ludovicus und Herculanus, sind mit Ausnahme einiger Bildnisse im Figürlichen nicht sehr bedeutend und in der Ausführung sehr ungleich (er malte erwiesenermaßen mehr denn 20 Jahre daran), zeichnen sich aber durch die sehr gut dargestellten architektonischen Hintergründe aus.


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Seite zuletzt aktualisiert: 07.02.2005 
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