25. Ehrungen, Umgangsformen


Sie schrecken aber von der Begehung von Missetaten nicht bloß durch Strafen ab, sondern ermuntern auch durch ehrende Belohnungen zu tugendhaftem Wandel; daher errichten sie ausgezeichneten und um den Staat rühmlich verdienten Männern Standbilder auf dem Forum, zum Gedächtnis preiswürdiger Taten, sowie zu dem Zwecke, dass der Ruhm ihrer Vorfahren ihren eigenen Nachkommen Sporn und Anreiz zur Tugend sei.

Wer, vom Ehrgeiz gestachelt, sich um ein obrigkeitliches Amt bewirbt, geht der Anwartschaft auf ein solches überhaupt verlustig.

Es herrscht ein freundlich wohlwollendes Wesen im Verkehre des Volkes mit den Behörden: keine Obrigkeit ist unverschämt oder grimmig daher werden sie Väter genannt und gebärden sich wie solche; die schuldigen Ehren werden ihnen freiwillig erwiesen, sie brauchen nicht Widerstrebenden abgezwungen zu werden.

Nicht einmal der Fürst zeichnet sich durch seine Kleidung oder ein Diadem aus, sondern es wird bloß eine Garbe Getreides vor ihm hergetragen. Ebenso ist eine ihm vorgetragene Wachskerze die einzige Auszeichnung des Oberpriesters.



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Seite zuletzt aktualisiert: 08.11.2006 
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