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Philosophie




NEU: Walter Benjamin: Ursprung des deutschen Trauerspiels (1925)


Ästhetik. — "... Das Echte — jenes Ursprungssiegel in den Phänomenen — ist Gegenstand der Entdeckung, einer Entdeckung, die in einzigartiger Weise sich mit dem Wiedererkennen verbindet. Im Singulärsten und Verschrobensten der Phänomene, in den ohnmächtigsten und unbeholfensten Versuchen sowohl wie in den überreifen Erscheinungen der Spätzeit vermag Entdeckung es zu Tag zu fördern. Nicht um Einheit aus ihnen zu konstruieren, geschweige ein Gemeinsames aus ihnen abzuziehen, nimmt die Idee die Reihe historischer Ausprägungen auf. Zwischen dem Verhältnis des Einzelnen zur Idee und zum Begriff findet keine Analogie statt: hier fällt es unter den Begriff und bleibt was es war — Einzelheit; dort steht es in der Idee und wird was es nicht war — Totalität. Das ist seine platonische »Rettung«. ..."

 

I. Erkenntniskritische Vorrede - II. Trauerspiel und Tragödie - III. Allegorie und Trauerspiel




Sigmund Freud: Die Zukunft einer Illusion (1927)


Psychoanalyse, Religionskritik. — "... Für die Illusion bleibt charakteristisch die Ableitung aus menschlichen Wünschen, sie nähert sich in dieser Hinsicht der psychiatrischen Wahnidee, aber sie scheidet sich, abgesehen von dem komplizierteren Aufbau der Wahnidee, auch von dieser. An der Wahnidee heben wir als wesentlich den Widerspruch gegen die Wirklichkeit hervor, die Illusion muß nicht notwendig falsch, d. h. unrealisierbar oder im Widerspruch mit der Realität sein. Ein Bürgermädchen kann sich z. B. die Illusion machen, daß ein Prinz kommen wird, um sie heimzuholen. Es ist möglich, einige Fälle dieser Art haben sich ereignet. Daß der Messias kommen und ein Goldenes Zeitalter begründen wird, ist weit weniger wahrscheinlich; je nach der persönlichen Einstellung des Urteilenden wird er diesen Glauben als Illusion oder als Analogie einer Wahnidee klassifizieren. ..."

 

I. [Arbeitszwang und Triebverzicht als Fundament der Kultur]. - II. [Versagung der Triebwünsche, Verbot und Entbehrung. Kulturelle Ersatzbefriedigungen]. - III. [Der besondere Wert der religiösen Vorstellungen]. - IV. [Ursprünge der Religion]. - V. [Psychologische Bedeutung der religiösen Vorstellungen]. - VI. [Die Illusion der religiösen Vorstellungen]. - VII. [Revision der Beziehung zwischen Kultur und Religion]. - VIII. [Religion als Ersatz einer rationellen Begründung der Kulturvorschriften]. - IX. [Frage nach der Möglichkeit der Ablösung der religösen Illusion durch die Vernunft]. - X. [[Das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft].




Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse (1921)


Psychoanalyse. — "... Die Massenpsychologie, obwohl erst in ihren Anfängen befindlich, umfaßt eine noch unübersehbare Fülle von Einzelproblemen und stellt dem Untersucher ungezählte, derzeit noch nicht einmal gut gesonderte Aufgaben. Die bloße Gruppierung der verschiedenen Formen von Massenbildung und die Beschrei­bung der von ihnen geäußerten psychischen Phänomene erfordern einen großen Aufwand von Beobachtung und Darstellung und haben bereits eine reichhaltige Literatur entstehen lassen. Wer dies schmale Büchlein an dem Umfang der Massen­psychologie mißt, wird ohneweiters vermuten dürfen, daß hier nur wenige Punkte des ganzen Stoffes behandelt werden sollen. Es werden wirklich auch nur einige Fragen sein, an denen die Tiefenforschung der Psychoanalyse ein besonderes Interesse nimmt. ..."

 

I. Einleitung - II. Le Bons Schilderung der Massenseele - III. Andere Würdigungen des kollektiven Seelenlebens - IV. Suggestion und Libido - V. Zwei künstliche Massen: Kirche und Heer - VI. Weitere Aufgaben und Arbeitsrichtungen - VII. Die Identifizierung - VIII. Verliebtheit und Hypnose - IX. Der Herdentrieb - X. Die Masse und die Urhorde - XI. Eine Stufe im Ich - XII. Nachträge




Edmund Husserl: Cartesianische Meditationen (1929)


Eine Einleitung in die Phänomenologie. — "... Die Cartesianischen Meditationen wollen [...] nicht eine bloß private Angelegenheit des Philosophen Descartes sein, geschweige denn eine bloße eindrucksvolle literarische Form für eine Darstellung erster philosophischer Begründungen. Sie zeichnen vielmehr das Urbild der notwendigen Meditationen eines jeden anfangenden Philosophen, aus denen allein eine Philosophie ursprünglich erwachsen kann. ..."

 

Einleitung - I. Der Weg zum transzendentalen Ego - II. Freilegung des transzendentalen Erfahrungsfeldes nach seinen universalen Strukturen - III. Die konstitutive Problematik, Wahrheit und Wirklichkeit - IV. Der Weg zum transzendentalen Ego - V. Enthüllung der transzendentalen Seinssphäre als monadologische Intersubjektivität




Edmund Husserl: »Encyclopaedia Britannica«-Artikel (1927)


Phänomenologie. — "... »Phänomenologie« bezeichnet eine an der Jahrhundertwende in der Philosophie zum Durchbruch gekommene neuartige deskriptive Methode und eine aus ihr hervorgegangene apriorische Wissenschaft, welche dazu bestimmt ist, das prinzipielle Organon für eine streng wissenschaftliche Philosophie zu liefern und in konsequenter Auswirkung eine methodische Reform aller Wissenschaften zu ermöglichen. ..."

 

Phänomenologie - I. Die reine Psychologie, ihr Erfahrungsfeld, ihre Methode, ihre Funktion - II. Phänomenologische Psychologie und transzendentale Phänomenologie - III. Transzendentale Phänomenologie und Philosophie als universale Wissenschaft in absoluter Begründung




Karl Vorländer: Geschichte der Philosophie (1903)


Geschichte der philosophischen Probleme und Begriffe. — "... Es mangelt heute keineswegs an philosophiehistorischen Werken; wer daher mit einer neuen Geschichte der Philosophie auf den Plan tritt, muß einen besonderen Grund dafür haben. Das vorliegende Buch glaubt nun in der Tat einem vorhandenen Bedürfnis entgegenzukommen; es will die Lücke ausfüllen, die gegenwärtig zwischen den großen Werken von Überweg- Heinze, J. E. Erdmann, Eduard Zeller, Kuno Fischer auf der einen, den kleineren Kompendien und Abrissen von Schwegler, Kirchner e tutti quanti auf der anderen Seite klafft. ... Da ich mir als Leser vor allem Studierende und solche Gebildete denke, die sich einem ernsteren Studium der Philosophie widmen wollen, war ich bestrebt, eine wenn auch nicht leichte, so doch klare, jedem Gebildeten verständliche Sprache zu gebrauchen..."

 

I. Die Philosophie des Altertums - II. Die Philosophie des Mittelalters - III. Die Philosophie der Neuzeit




Kant-Lexikon von Rudolf Eisler (1930)


Nachschlagewerk zu Kants sämtlichen Schriften, Briefen und handschriftlichen Nachlaß. — "... Das vorliegende "Kant-Lexikon" will sowohl dem Fachmann wie dem weiteren Kreise der Gebildeten dienen. Ersterem, indem es ihn, sofern er nicht selbst Kantforscher ist, auf so manches aufmerksam macht, was ihm vielleicht sonst, bei der Verteilung Kantscher Äußerungen auf so viele Schriften, entgehen könnte; letzterem dadurch, daß die Lektüre der Schriften Kants erleichtert wird, das Schwierige der einen Stelle durch andere ihm klarer werden kann, die Gedankengänge sich ihm schärfer herausheben, vieles, das den meisten sonst unbekannt bleibt, zur Kenntnis gelangt. Will und soll das Lexikon nicht das Studium der Werke Kants ersetzen, sondern vielmehr gerade zu einem solchen anregen, so kann es doch zur Ergänzung dieses Studiums, als Hilfsmittel für dasselbe dienen. ..."

 

A - An - Ap - B - C - D - E - Er - F - G - Gl - H - I - J - K - L - M - Mi - N - O - P - Pr - Q - R - S - Si - St - T - U - V - W - Z




Gustave Le Bon: Psychologie der Massen (1895)


Psychologie der Massen. — "... Während alle unsre alten Anschauungen schwanken und verschwinden und die alten Gesellschaftsstützen eine nach der andern einstürzen, ist die Macht der Massen die einzige Kraft, die durch nichts bedroht wird und deren Ansehen immer mehr wächst. Das Zeitalter, in das wir eintreten, wird in Wahrheit das Zeitalter der Massen sein. ..."

 

Das Zeitalter der Massen - I. Die Massenseele - II. Die Meinungen und Glaubenslehren der Massen - III. Einteilung, Beschreibung der verschiedenen Arten von Massen




Fritz Mauthner: Kritik der Sprache (1906-1913)


Beiträge zu einer Kritik der Sprache. — "... "Im Anfang war das Wort." Mit dem Worte stehen die Menschen am Anfang der Welterkenntnis und sie bleiben stehen, wenn sie beim Worte bleiben. Wer weiter schreiten will, auch nur um den kleinwinzigen Schritt, um welchen die Denkarbeit eines ganzen Lebens weiter bringen kann, der muß sich vom Worte befreien und vom Wortaberglauben, der muß seine Welt von der Tyrannei der Sprache zu erlösen versuchen...."

 

Wesen der Sprache - Zur Psychologie - Zur Sprachwissenschaft - Sprache und Grammatik - Sprache und Logik


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