Pietro Bettelini

Bettelini, Pietro, geb. zu Lugano 1763, gest. zu Rom 1828, bildete sich in Gandolfi's und Bartolozzi's Schule, namentlich aber nach den Werken des Raphael Morghen zu einem trefflichen Kupferstecher mit dem Stichel und in punktierter Manier aus. Mit tiefem Verständnis wusste er in den Geist des nachzubildenden Originals einzudringen und mit reinem und gefälligem Instrumente, ohne in glänzende, bestechende Manier zu verfallen, den Ausdruck, die Wirkung der Malerei, den Stil der Zeichnung, wie das tiefe Gefühl, das Farbe und Form durchdringt, wiederzugeben. Nach Thorwaldsen stach er den bekannten Alexanderszug, mehrere Basreliefs und einige Figuren, Stiche, die jedoch nicht zu seinen besten Arbeiten gehören. Unter die vorzüglichsten seiner Blätter zählt man: den Leichnam Christi nach Andr. del Sarto's Bild, in der Galerie zu Florenz; La Madonna col Divoto, nach Correggio's Gemälde in der Pinakothek zu München; die Anbetung der Hirten, nach van der Werff; den heil. Johannes, nach Dominichino; Belisar, nach Rehberg; die Himmelfahrt der Maria, nach Guido Reni; Maria mit dem schlafenden Kinde; nach Raphael; die heil. Magdalena, nach Schidone; Maria mit dem Kinde und dem Vogel nach Guercino; Maria div. Sapientiae, Maria in einem Buche lesend, nach Tizian.


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Seite zuletzt aktualisiert: 15.01.2005 
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