Alkamenes

Alkamenes, Erzgiesser, Bildhauer und Toreut, Schüler von Phidias, blühte um 432—398 v. Chr. Geb. Als Werke von ihm, welche die Bewunderung seiner Zeitgenossen waren, werden genannt: seine Aphrodite, welche im Wettstreit mit Agorakritos den Sieg davon trug, seine dreigestaltige Hekate Epipyrgidia am Eingang der Akropolis von Athen, seine kolossalen Marmorbilder der Athene und des Herkules im Tempel des Letzteren zu Theben, seinen Vulkan, seinen Mars, die Statue des Bacchus von Gold und Elfenbein im uralten Heiligtum des Gottes zu Athen, seinen Aeskulap im Tempel des Gottes zu Mantinea, und den Kampf der Lapithen und Centauren im Giebel des Zeustempel zu Olympia. Alkamenes war ein dem Phidias geistig nahe verwandter Künstler, der in den von ihm gebildeten Götterbildern das Höchste für die Ausbildung des Ideals derselben in der von seinem Lehrer gegründeten Richtung leistete. Schönheit mit Hoheit und Würde, Kraft mit Zartheit gepaart, rühmte man an seinen Werken. In der schönen Ludovisischen Statue des Mars zu Rom glaubt man das glückliche Nachbild seiner Statue dieses Gottes erkennen zu dürfen.

 

Literatur. Brunn, Geschichte der griechieschen Künstler.

 


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