883. Komiker 1). Clown 2). Hanswurst 3). Bajazzo 4).

1) Comic actor, low comedian.    2) Clown.    3) Buffoon, clown, harlequin.
4) Merry Andrew, jack-pudding, clown.
1) Comique.    2) Clown, arlequin.    3) Polichinelle, bouffon, arlequin.
4) Paillasse.
1) Comico, attore oder artista comico.    2) Clown, zanni.    3) Arlecchino, buffone,
zanni, pantalone.     4) Pagliaccio, stenterello.

Komiker ist der edelste und allgemeinste Ausdruck von den vieren. Das Wort kommt her von griech.-lat. comicus, lächerlich, witzig, scherzhaft, das auf griech. kômos zurückgeht, d. i. Aufzug mit Musik und Tanz zu Ehren des Gottes Dionysos, wobei es sehr ausgelassen und mutwillig zuging. Das Wort Komiker ist sehr jung; denn es ist erst im 19. Jahrhundert in das Neuhochdeutsche aufgenommen worden. Der Komiker ist stets ein Schauspieler oder ein Artist, der eine lustige Rolle spielt oder lustige Verse oder Prosa vorträgt. Clown, Hanswurstund Bajazzo (auch Harlekin) sind die Vertreter einer lediglich niederen Komik, die in der Regel nur durch Sprünge, Gliederverrenkungen, Gesichterschneiden, Ohrfeigen, Schläge und komische Kunststücke zu wirken suchen. Höchstens schmücken sie ihre tollen Sprünge mit einigen komischen Ausrufen oder Anekdoten aus. Der Hanswurst (von dem weiten wurstähnlichen Kostüm) ist die deutsche Bezeichnung, die sich in der deutschen Sprache in Worten, wie Hanswursterei, Hanswurstiade u. a. vielfach verzweigt hat. Clown ist aus dem Englischen zu uns gekommen und bezeichnet den Hanswurst des Zirkus, der in ein buntscheckiges Kostüm mit weiten Beinkleidern gesteckt und im Gesicht weiß bemalt wird. Er zeichnet sich durch besonders tolle Sprünge und Witze aus, wie sie den Engländern gefielen und dann auch bei uns Eingang gefunden haben. Außerhalb des Zirkus wird der Name Clown nicht gebraucht. Der Bajazzo (aus ital. pagliaccio, d. i. eigentlich Strohsack, von der Form der Kleidung, aus ital. paglia, Stroh) ist der Hanswurst der Jahrmarktsbude und stellt die niederste Form der Existenz dieser Komikergattung dar. Ihm haftet der romantische Reiz der herumziehenden Jahrmarktstruppe an, weshalb er vielfach in Dichtungen und Opern vorkommt. Seine Heimat sind die Volkspantomimen der kleinen italienischen Wanderbühnen.


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