866. Kleinod 1). Juwel 2). Geschmeide 3).

1) Gem.     2) Jewel.     3) Trinkets.
1) Trésor (chose précieuse).     2) Bijou (joyau).     3) Joyaux.
1) Tesoro (oggetto prezioso).     2) Giojello.     3) Giojelli (ornamenti d′oro).

Kleinode (mhd. kleinœte oder kleinôte, ursp. überhaupt kleine Dinge, dann feine, kostbare Dinge, eine Weiterbildung von klein durch das Ableitungssuffix ôt, vgl. Art. 436) sind fein gearbeitete, kostbare Sachen, sie mögen aus edlen Steinen, aus Gold und Silber oder aus anderen Stoffen bestehen. Juwelen (aus altfranz. joel, das auf das lat. gaudiellum zurückgeht) sind bloß Edelsteine, und Geschmeide (eig. das Geschmiedete, der geschmiedete Schmuck; mhd. das gesmîde, Metall, Metallgerät) bezeichnet sowohl in Gold oder Silber gefaßte Edelsteine, als auch bloß aus Gold oder Silber gearbeitete Gegenstände, sofern diese als Schmuck beim Anzug dienen. Von Kleinod ist neben Kleinode auch der aus der Kanzleisprache hervorgegangene, undeutsche Plural Kleinodien üblich, z. B. Reichskleinodien usw. Die Dichter ziehen jedoch den Plural Kleinode vor. "Kleinode schafft dem Manne täglich seine Paust." Goethe, Pandora.


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