Bilderblinde

Bilderblinde. (Baukunst) Ist in einer Mauer eine blinde, das ist nicht ganz durchgebrochene, Vertiefung, zu dem Endzweck gemacht, dass Statuen oder andere Bilder darin stehen können. Man nennt sie durchgehends mehr mit dem französischen Namen Nische. (Niche) Sie werden an den Außenseiten der Gebäude oder auch inwendig an den Wänden angebracht, die man mit Statuen verzieren will, damit diese besser als wenn sie frei stünden vor Schaden gesichert seien. Ihre Tiefe und Höhe ist also allemal nach dem Werk abzumessen, das man hineinsetzen will. Man bringt sie gegenwärtig nicht mehr so häufig an als ehedem, da man die Gebäude mehr als gegenwärtig geschieht, mit Bildern der Heiligen verziert hat. Sie schicken sich auch nur da, wo das massive einer Mauer durch etwas Mannigfaltigkeit zu unterbrechen ist und besonders zwischen Wandpfeiler, wie an den vier Eingängen des Berlinischen Opernhauses.


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Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
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