Seidelbast

Seidelbast. Wir haben schon oben über die Rinde dieser Zierpflanze gesprochen (s. S. 140), wollen aber hier nachträglich auch der Seidelbastwurzel (Radix Thymelaeae) gedenken, welche höchst scharf ist, so dass sie, zumal frisch, auf der Zunge, wie Feuer brennt. Ältere Ärzte verordneten dieselbe (ein Quäntchen auf acht Unzen Kolatur) gegen recht schlimme Fälle von Wassersucht bei alten, kalten, abgestumpften, torpiden Subjekten. Es erfolgt bedeutendes Purgieren. Auch der Same des Kellerhalses oder die Beeren (Granum Gnidium, Coccus Gnidius, Semen Coccognidii) purgieren stark; sie wurden früher gleichfalls gegen chronische Wassersucht gelobt (s. Daphne Mezereum).


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