Schierling, gefleckter

Schierling, gefleckter, Conium maculatum L., Cicuta major Lamark. Diese narkotische Giftpflanze erregt in großen Dosen Betäubung, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Angst, Krämpfe etc. ähnlich den Zufällen nach dem Genüsse der Tollkirsche (s. Belladonna). Die erste Hilfe besteht in der Entfernung des Giftes durch Brechmittel. Hinterher viel kaltes Wasser mit Essig, kalte Kopfumschläge. — Äußerlich die frischen, gequetschten Schierlingsblätter auf recht schmerzhafte Geschwüre, selbst Krebsgeschwüre gebracht, sind ein, mir in Niedersachsen und Westfalen bekannt gewordenes Volksmittel. Auch zur Zerteilung von Milchknoten, Drüsengeschwülsten am Halse, sind diese Blätter, noch mehr aber eine Salbe aus einem Lot frischen Schierlingssaft, und drei Lot Schweinefett als Einreibung zu empfehlen.


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