›Untersuchungen über den Geist der Musik bei den indoslawischen Völkerschaften‹


Wenn ich mich ein wenig aufrichte, kann ich mit der Nasenspitze grade über den Bücherstapel hinwegsehen. Nein, aber was zu viel ist, ist zu viel ... und bei jedem Wort werfe ich ein Buch herunter, das ich auswendig kann, ohne es je gelesen zu haben. »So kommen Sie Ihrem kritischen Amt nach! Da kann man sehen ... « Pedd di man nich uppn Slips! – Herunter die nachhinkenden Kriegsbücher – (»Peng! zwei Granaten – pumm, bautsch! vier Granaten ... die Kameraden neben mir ... ich sage noch zum Feldwebel ... «) herunter! Herunter die ›Untersuchungen über den Geist der Musik bei den indoslawischen Völkerschaften‹ (»Eine rein geistige Konstellation kann in diesen Ingredienzien schon wegen ihrer Einstellung zum Neu-Protestantismus nicht erblickt – –«) herunter! Herunter jene falschen Galsworthys mit den dickleibigen Romänern. (Sechster Band: »Inge blickte versonnen auf die väterlichen Gutsfelder, die die Familie aus vierter Hand im achtzehnten Jahrhundert geerbt hatte. Die Hinkeldeys – –«) herunter! Herunter die feinen Stadtromane (»Der Generaldirektor spielte nachlässig mit seinem schweren Goldfüllfederhalter. Pinzius, sagte er zu seinem Prokuristen, so geht das nicht weiter ... die Herforder Werke haben wiederum – –«) herunter! Herunter die Ackerromane aus treudeutsch-schweißiger Faust (»Der Bauer nahm einen gewaltigen Schluck aus dem Kruge, den ihm Marianne darbot. Die Ochsen, meinte er – –«) herunter – herunter – –





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Seite zuletzt aktualisiert: 16.05.2010 
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