Mob

Mob, eine aus dem Englischen entlehnte Bezeichnung des (unruhigen) Pöbels, die zunächst ihren fremdländischen Ursprung nicht verleugnet. So führt Heine 6, 212 in einem vom 25. Aug. 1840 datierten Bericht den Mob neben der Gentry und High nobility aus. Auch Hartmann 2, 90 (1849) spricht speziell von ›Englands Mob‹. Seit den sechziger Jahren aber wird dieser verächtliche Ausdruck auch als ein in freierer Anwendung beliebtes Stichwort gebraucht. Scherr, Blücher 2, 146 (1863) kontrastiert so den vornehmsten und den gemeinsten Mob. Lassalle 3, 3 (1864) redet nicht nur vom politischen Mob, sondern auch vom literarischen. Gleichwohl überwiegt bei weitem die Bezeichnung auf das niedere, tumultuarische Volk. Vergl. Sanders, Fremdw. 2, 80.


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