Shakespeare


[A 84] Shakespeare unterscheidet sich in seinen Ausdrücken häufig dadurch von allen übrigen Schriftstellern, dass er nicht so leicht Metaphern wählt, die im Gemeinleben rezipiert sind, als zum Exempel Triebfeder, der G.... sondern lieber statt dessen ein besonderes [Bild,] aus eben dieser Sache hergeholtes, wählt.

 

[B 337] Unter den heiligsten Zeilen des Shakespeare wünschte ich, dass diejenigen einmal mit Rot erscheinen mögten, die wir einem zur glücklichen Stunde getrunkenen Glas Wein zu danken haben.

 

[D 92] Das was man tun muß, um wie Shakespeare schreiben zu lernen, liegt viel weiter ab als die Lesung desselben.

 

[F 36] Was für ein Werk ließe sich nicht über Shakespeare, Hogarth und Garrick schreiben. Es ist etwas ähnliches in ihrem Genie, anschauende Kenntnis des Menschen in allen Ständen, anderen durch Worte, den Grabstichel, und Gebärden verständlich gemacht.

 

[F 558] Es wäre wohl der Mühe wert die Physiognomik des Shakespeare zu untersuchen, er, der die größte Gabe hat von klaren Dingen mit Deutlichkeit zu reden, die mir je vorgekommen ist. Auch darf man nicht fürchten, dass er vielleicht seine physiognomischen Bemerkungen als zu fein, um verstanden zu werden, zurückbehalten hätte. Shakespeare arbeitet aus sich heraus vom Menschen und für Menschen, ob grade immer diesen oder den, das untersucht er nicht. Man findet in der Tat bei ihm Bemerkungen in dem Winkel einer Periode Magd-Dienste tun, die den Szepter einer Disputation zu tragen verdienten. (gut)

 

[D 240] Was auf Shakespearisch in der Welt zu tun war, hat Shakespeare größtenteils getan.

 


 © textlog.de 2004 • 15.07.2019 22:09:18 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.04.2006 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Z