Interessenpolitik

Interessenpolitik kennt Gutzkow, Zur Philos. der Geschichte (1836) S. 236 bereits als fertiges Schlagwort. Der Ausdruck ist also bestimmt älter und nach Gomberts Vermutung vielleicht nach einem entsprechenden französischen gebildet. Das Gegenstück dazu ist das Stichwort von der ›Gefühlspolitik‹. Doch kann auch die Interessenpolitik in unvorsichtiger und unzulässiger Weise gesteigert werden, wenn eine Großmacht noch außerhalb ihrer Interessensphäre auf die Politik anderer Länder zu drücken und einzuwirken sucht. Ein solches Verfahren nennt Bismarck, Polit. Reden 12, 447 (1888) ›Machtpolitik und nicht Interessenpolitik‹ mehr und lehnt es unzweideutig ab.


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