Butternuss. Juglans cinerea

Butternuss (Juglans cinerea). Die innere Rinde der Wurzel dieser Pflanze gebrauchen die nordamerikanischen Indianer als Purgiermittel. (S. Osiander 1. c. p. 122) In Westfalen und Niedersachsen kennt man als blutreinigendes und gelinde purgierendes Mittel eine Abkochung von der innern Wurzelrinde des Attichs (Sambucus Ebulus L.), so wie des roten Holunders (Sambucus racemosa L.). Auch die innere Rinde und die Blätter des gewöhnlichen Hollunderbaums (Sambucus nigra L.) wirken gelinde vomierend und purgierend. Die Dosis ist anderthalb bis zwei Lot frischer Blätter oder der Rinde, worauf drei Obertassen kochendes Wasser gegossen werden. Die Blätter der Ulme (Ulmus campestris, Alphis Ulmi L.) mit Wasser übergössen, kennt man bei uns als Purganz; in Russland nimmt der Landmann, zu diesem Zweck einige rote Beeren von Kellerhals (Daphne mezereum), wie Finke (Medic. Geographie Th. H. p. 566) berichtet, die aber für Kinder und zarte Personen wegen ihrer beißenden Schärfe nicht passen. — Auch Hechtseier nimmt der französische Bauer als Brech- und Purgiermittel (S. Dict. des sc. med. T. 16. p. 588) (Vgl. Abführmittel.)


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