Patristische Philosophie

Patristische Philosophie (franz.) heißt innerhalb der Geschichte der Philosophie die der Scholastik vorausgehende Philosophie der Kirchenväter (patres ecclesiae), die durch strengere Fassung der christlichen Lehre und in Anlehnung an die alte Philosophie einen ersten Versuch zur Begründung dieser Lehre machte. So verfolgten die Apologeten im 2. Jahrh. n. Chr. das Ziel, die christliche Religion den Gebildeten als die wahre Philosophie des Geistes, der Freiheit und der Sittlichkeit zu empfehlen. Ebenso versuchten die Alexandriner (Ende des 2. Jahrh.) Wissenschaft und Christentum in Einklang zu setzen. Ähnlich versuchte die jüngere Patristik, die Dogmen zu beweisen. Die katholische Kirche rechnet zur Patristik alle Kirchenlehrer bis zum 13., die protestantische Kirche dagegen nur bis zum 8. Jahrhundert, Vgl. A. Stöckl, Gesch. der christl. Philos. zur Zeit der Kirchenväter. 1891. J. Huber, Philosophie der Kirchenväter. 1859. Chr. Baur, das Christentum der drei ersten Jahrh. 1860. Vgl. Gnosis.

 

 


Vergleiche ferner:

Patristik (Eisler: Wörterb. d. phil. Begr.)

Patristik (Vorländer, Gesch. d. Phil.) u.a.:

- Augustinus


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Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
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