Opium. Mohnsaft

Opium, Mohnsaft. Dieser, in den Händen des kenntnisreichen und vorsichtigen Arztes so herrliche Arzneikörper (s. Rumex acutus), gehört zu den narkotischen Giften, erregt daher in großen Dosen Betäubung, Schwindel, Bewusstlosigkeit, tiefen Schlaf, Konvulsionen, Lähmung der Glieder. Hilfsmittel sind: gleich Anfangs Entfernung des Giftes durch die Magenpumpe, durch ein starkes Brechmittel aus acht Gran Zinkvitriol in vier Unzen Wasser gelöst, wovon alle Viertelstunden ein bis zwei Esslöffel voll so lange gegeben werden, bis Erbrechen folgt. Außerdem dienen: kalte Kopfumschläge, Sturzbäder von kaltem Wasser, Umherführen im Freien durch zwei Personen, welche dem Schläfrigen stets unter die Arme greifen und vom Einschlafen abhalten. Starker, schwarzer Kaffee mit vielem Zucker und Zitronensaft ist gleichfalls ein Gegenmittel, so wie kaltes Wasser, dazwischen maßweise getrunken (s. Anhang I. A).


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