Radix Liquiritiae. Süßholzwurzel

Radix Liquiritiae s. Glycyrrhizae, Süßholzwurzel (von Glycyrrhiza glabra und Glycyrrhiza echinata Linn.). Diese allbekannte, in Frankreich und Spanien wild wachsende, so wie bei uns in Gärten kultivierte Pflanze enthält in ihrer Wurzel viel Zuckerstoff, eben so der aus letzterer bereitete und eingedickte Saft: der Lakritzensaft (Succus Liquiritiae). In Frankreich, hie und da auch in Deutschland, gebraucht man als blutreinigendes, schleimlösendes, gelinde schweiß- und harntreibendes Mittel den sogenannten Süßholztrank, d. i. man gießt auf vier Lot fein zerschnittene, trockne Süßholzwurzeln eine Flasche kaltes Flusswasser, lässt es die Nacht über stehen, und trinkt die Portion den anderen Tag hindurch Gläserweise aus. Diese Kur muss sechs bis acht Wochen fortgesetzt werden. Dass der auf der Apotheke käufliche gereinigte (nicht der mit Kupfer gemengte, unreine der Materialisten) Lakritzensaft ein bekanntes Mittel gegen Heiserkeit, Lungenkatarrh, Keuchhusten u. s. w. sei, ist zu allgemein bekannt, als dass es der Erwähnung desselben hier bedürfte. Ein sehr guter Brustsaft ist das König-Dänemarkselixir (s. Elixir pectorale Regis Daniae).


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