Der Kämpe


Nach drei Jahren kam gefahren

Einsam auf dem Rhein ein Schiff,

Drin gebunden und voll Wunden

Lag ein Rittersmann und rief:

 

"Still den Garten schön tust warten

Bleibst am Fenster ofte stehn,

Ruhig scheinst du, heimlich weinst du,

Wie die Schiffe unten gehn.

 

Was vertraust du, warum baust du

Auf der Männer wilde Brust,

Die das Blut ziert und der Streit rührt

Und die schöne Todeslust!"

 

Oben spinnend, saß sie sinnend -

Schwanden Schiff und Tageslicht,

Was er sunge, war verklungen,

Sie erkannt den Liebsten nicht.


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Seite zuletzt aktualisiert: 05.08.2005 
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