Der Friedensbote


Schlaf ein, mein Liebchen, schlaf ein,

Leis durch die Blumen am Gitter

Säuselt des Laubes Gezitter,

Rauschen die Quellen herein;

Gesenkt auf den schneeweißen Arm

Schlaf ein, mein Liebchen, schlaf ein,

Wie atmest du lieblich und warm!

 

Aus dem Kriege kommen wir heim;

In stürmischer Nacht und Regen,

Wenn ich auf der Lauer gelegen,

Wie dachte ich dorten dein!

Gott stand in der Not uns bei,

Nun droben, bei Mondenschein,

Schlaf ruhig, das Land ist ja frei!


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Seite zuletzt aktualisiert: 06.08.2005 
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