Unmut


O Herbst! betrübt verhüllst du

Strom, Wald und Blumenlust,

Erbleichte Flor, wie füllst du

Mit Sehnsucht nun die Brust!

 

Weit hinter diesen Höhen

Die hier mich eng umstellt,

Hör ich eratmend gehen

Den großen Strom der Welt.

 

In lichtem Glanze wandelt

Der Helden heil'ger Mut,

Es steigt das Land verwandelt

Aus seiner Söhne Blut.

 

Auch mich füllt' männlich Trauern,

Wie euch, bei Deutschlands Wehn -

Und muß in Sehnsuchtsschauern

Hier ruhmlos untergehn!


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Seite zuletzt aktualisiert: 06.08.2005 
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