B. Das Gasbad

Das Gasbad. In einigen Schwefelbädern, z. B. zu Elisen, Kenndorf, Aachen u. s. w. sind Gasbäder eingerichtet, welche Schwindsüchtigen oft sehr heilsam sind. Es finden sich dort Zimmer, worin das Schwefelwasser durch kleine Fontainen geleitet wird, die sich in einem kleinen Bassin befinden und durch ein angebrachtes durchlöchertes Blech in vielen kleinen Strahlen springen. Dadurch wird die Luft des Zimmers, worin der Kranke täglich mehrere Stunden verweilen muss, mit Schwefelgas imprägniert, welches durch das Atmen in die kranken, durch Tuberkeln und Geschwüre in ihrer Verrichtung gehinderten Lungen dringt und zur Heilung derselben beiträgt. Schon Galen empfiehlt Schwindsüchtigen den Aufenthalt in der Nähe des Vesuvs, wo die Luft mit Schwefeldünsten geschwängert ist, und noch jetzt benutzen solche Kranke die Dunstbäder (stufe) auf den reizenden Inseln Ischia und Procida bei Neapel. Richter schickte solche Patienten nach Aachen, wo die zahlreichen warmen Schwefelquellen auf gleiche Weise wirken. Hier, sowie in Eilsen, Baden bei Wien, Langensalza, Limmer bei Hannover, Nordheim, Enghien in Frankreich u. s. w. kommt unter den Einwohnern die Schwindsucht höchst selten vor.


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