Otto Dornblüth

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Klinisches Wörterbuch

 

 

(1927)

 


 

Aus dem Vorwort zur elften Auflage  

 

Die wissenschaftliche Medizin verwendet so viel Kunstausdrücke und Fremdwörter, daß es auch dem Belesenen unmöglich ist, sie im Gedächtnis zu bewahren. Das gilt noch besonders von den zahlreichen Krankheiten, Zeichen usw., die mit dem Eigennamen des Entdeckers benannt werden.

Dies Büchlein stellt deshalb die gebräuchlichen Fremdwörter mit kurzer Angabe der Ableitung und der Bedeutung und die wichtigsten Kunstausdrücke aus den alten und aus den neuen Sprachen zusammen. Dabei ist überall mehr Wert darauf gelegt worden, die Wörter zu bringen, die dem Leser begegnen, als Bezeichnungen zu sammeln, die einzig ihr Erfinder und nie ein anderer verwendet hat. Durch knappe Fassung der Erklärungen und durch Verzicht auf zwecklose Anführung anatomischer, zoologischer, usw. Namen konnte bei geringem Umfang eine sehr große Zahl von wichtigen Stichworten behandelt werden.

 

Wiesbaden, Oktober 1922.

 

Der Verfasser.  

 

 

 

Vorwort zur dreizehnten und vierzehnten Auflage

 

Durch den inzwischen erfolgten Tod des Kollegen DORNBLÜTH war die Bearbeitung der vorliegenden Auflage durch einen anderen erforderlich. Wenn nun auch wesentlich im Sinne des Toten weitergearbeitet werden soll, so ergab sich doch die Notwendigkeit eingreifender Änderungen: Es mußte den neueren serologischen und allgemein biochemischen Fragen ein weiterer Raum als seither zugebilligt werden. Dadurch hätte das Büchlein seinen Umfang wesentlich überschritten und den Charakter der möglichsten Kürze eingebüßt. So beschlossen denn Verlag und Verfasser, die französischen und englischen Wörter fallen zu lassen, bzw. sie nur da zu halten, wo der fremde erste Autor eine typische, später in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangene Bezeichnung gewählt hatte. (Es hatten doch auch diese fremdsprachlichen Worte nur für einen recht kleinen Teil des Leserkreises Gebrauchswert und gerade diesem fehlte dann doch noch beim deutschen Stichwort die Übersetzung in die fremde Sprache.) So wurde denn reichlich Raum für eingehendere Sachbearbeitung gewonnen. — Es wurde z. B. ermöglicht, ohne wesentliche Zunahme des Buchumfangs, die früher nicht vorhandenen Harn-, Blutreaktionen usw., ferner bei den Infektionskrankheiten kurz den typischen Verlauf, die bakteriologische und serologische Frage und ebenfalls kurz die Differentialdiagnose zu behandeln.

Möge denn das Büchlein in der neuen Fassung gleich beliebt sein, wie in der alten.

Möge auch der Leser mitarbeiten und Versäumnisse nachholen helfen.

 

Berlin, August 1927.

 

Dr. Bannwarth.

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