Friedrich Kirchner

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Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe


 Letzte Änderung: 12.12.2004
Transzendent, transzendental

Transzendent und transzendental sind die Bezeichnungen für zwei verwandte, aber doch sehr verschiedene Begriffe. Beide kommen von lat. transcendo, überschreite, her. Das Transzendente ...

 Letzte Änderung: 12.12.2004
Theosophie

Theosophie (gr. theosophia von theos = Gott und sophia = Weisheit), eigtl. Gottes-Weisheit, heißt diejenige religiöse Richtung, welche durch die Innigkeit ihrer religiösen ...

 Letzte Änderung: 12.12.2004
Telepathie

Telepathie (v. gr. têle = in die Ferne und pathos = Leiden), eigentlich Fernfühlung, heißt die angebliche Fähigkeit, räumlich und zeitlich entfernte Vorgänge wahrzunehmen. Swedenborg ...

 Letzte Änderung: 12.12.2004
Tat tvam asi

Tat tvam asi (sanskr. = das bist du) ist ein Satz der Brahmalehre, der den Gedanken von der Subjektivität der Außenwelt ausdrückt. Schopenhauer (1788-1860) sieht ihn für den Ausdruck ...

 Letzte Änderung: 12.12.2004
tabula rasa

Tabula rasa (lat.), unbeschriebene Tafel, nannten du Stoiker und später die Empiristen und Sensualisten die Seele, wie sie bei der Geburt des Menschen ist. Sie verglichen sie ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Trialismus

Trialismus heißt die Gliederung des Menschen in Geist, Seele und Leib, die z.B. Göschel, Delitzach und Ennemoser vertreten. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Tat, Handlung

Tat oder Handlung ist ein Vorgang in der Außenwelt, welcher von einem sittlich vernünftigen Wesen ausgeht. Der Kausalzusammenhang zwischen der Tat und dem Ich des Täters wird durch die Vermittlung ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Tapferkeit, tapfer

Tapferkeit, tapfer heißt derjenige, welcher unvermeidlichen Übeln, Schwierigkeiten und Gefahren entschlossen und mutig entgegengeht. Die Tapferkeit, welche Platon (427-347) zu den ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Terminus-Suggestion

Terminus-Suggestion ist die Eingebung, welche dem Hypnotisierten eine Handlung in einem bestimmten Zeitpunkt nach seinem Erwachen auszuführen befiehlt. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Tetralemma

Tetralemma (gr.) heißt ein hypothetischer Schluß mit viergliedrigem disjunktiven Hinterglied im Obersatz; s. Dilemma. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Theophanie

Theophanie (gr. theophaneia = Erscheinung eines Gottes) heißt in der christlichen Lehre die Selbstoffenbarung Gottes in der Natur und in der menschlichen Vernunft. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Theomantie

Theomantie (gr. theomanteia) heißt die Weissagung durch unmittelbare göttliche Eingebung (sie wird auch Theopneustie, theopneustia genannt). Vgl. Offenbarung. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Theophilanthropen

Theophilanthropen (gr.) oder Theanthropophilen, Gottes- und Menschenfreunde, nannte sich eine in Frankreich von 1796 bis 1802 bestehende deistische Religionsgemeinschaft, deren Zweck die Erhaltung ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Timarchie, Timokratie

Timarchie oder Timokratie (gr.) bedeutet bei Platon (427-347) (Rep. III 2-3, 545 B-C) einen Staat, dessen herrschendes Prinzip die Ehre ist, in dem daher die regierenden Personen einander ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Thnetopsychiten

Thnetopsychiten (gr. thnêtopsychtai v. thnêskin = sterben und psychê) hießen die Anhänger der durch Averroës (1126-1198) verbreiteten Lehre, daß die Seele mit dem Körper ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Totalgefühl

Totalgefühl ist das bei allen zusammengesetzten Gefühlen aus ihren Bestandteilen resultierende Gesamtgefühl im Gegensatz zu den partialen Gefühlen. Im anderen Sinne heißt es s. a. Gemeingefühl (s. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Traduzianismus

Traduzianismus (von lat. tradux = Sprößling) heißt die von Tertullianus (• 220 n. Chr.) aufgestellte Lehre, daß mit dem Leibe zugleich die Seele erzeugt werde. Diese von der neueren Psychologie ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Transeunt

Transeunt (von lat. transeo) heißt das über die Sphäre eines Begriffs hinaus in die Sphäre eines anderen Begriffs Hineinreichende. So versteht man z.B. unter den transeunten Eigenschaften Gottes ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Trost, trösten

Trost, trösten heißt einen von einem Unglück oder einem Verluste Betroffenen durch Zuspruch aufrichten. Alle Trostgründe pflegen entweder aus der Gegenwart, aus der Vergangenheit oder aus der Zukunft ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Trübsinn

Trübsinn nennt man den Hang, sich traurigen Gefühlen hinzugeben. Der Gegensatz dazu ist die Heiterkeit. Beide Grundstimmungen entspringen teils dem Temperament, teils der Lebensführung. Mancher ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Tugendpflichten

Tugendpflichten (lat. officia honestatis) sind nach der älteren Ethik solche Pflichten, die bloß dem freien Selbstzwange, nicht dem anderer Menschen entstammen. Vgl. Pflicht. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Tugendlehre

Tugendlehre heißt derjenige Teil der Ethik (s. d.), welcher von den Tugenden handelt, oder, wie Kant (1724-1804) sagt, die Wissenschaft von den notwendigen sittlichen Gesetzen ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Tuismus

Tuismus (nlt., abgeleitet von tu = du) heißt soviel als Altruismus (s. d.)....

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Totemismus

Totemismus (von Totem, Handzeichen der kanadischen Indianer) nennt man die Verehrung sinnlich wahrnehmbarer Wesen, über die der Mensch keine Macht besitzt (z.B. Tiere, Flüsse, Himmelskörper) und ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Total

Total (v. lat. totus = ganz), völlig, ist der Gegensatz von partial. Totalität des Urteils bezeichnet die Universalität oder Allheit seines Subjektes. Einem Kunstwerk ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Torheit

Torheit, das Gegenteil von Klugheit, ist die verkehrte Anwendung der Vernunft in der Praxis, mithin sowohl die richtige Verfolgung falscher Zwecke als die falsche Verfolgung richtiger Zwecke. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Urbegriff

Urbegriff heißt Stammbegriff; s. Kategorie. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Urstoff

Urstoff, s. Materie, Element....

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Überlieferung

Überlieferung, s. Tradition. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Übersinnlich

Übersinnlich bedeutet 1. dasjenige, was mit den Sinnen nicht erfaßt werden kann; 2. was über die Sinnenwelt überhaupt hinausgeht, also das Geistige, die Welt der Ideen. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Überreden

Überreden heißt durch Worte bewirken, daß jemand etwas für wahr hält oder etwas tut, was er vorher nicht glaubte oder wollte. Überzeugen heißt mit Gründen bestimmend einwirken. Ein Redner ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Übernatürlich

Übernatürlich (lat. supernaturalis) oder hyperphysisch (gr.) bezeichnet den Gegensatz von natürlich, mithin 1. das Ungewöhnliche, welches von dein Alltäglichen abweicht, z.B. eine besondere ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unanständig

Unanständig heißt dasjenige Betragen, welches dem ästhetischen oder sittlichen Gefühl einer Gemeinschaft widerspricht und ihr deshalb mißfällt. Im besonderen ist alles unanständig, was das Schamgefühl ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unbefangen

Unbefangen ist derjenige, welcher in seinen Urteilen und Handlungen weder durch Vorurteile und Parteilichkeit, noch durch Affekte und Leidenschaften bestimmt wird. Unbefangenheit ist die Voraussetzung ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unbegreiflich

Unbegreiflich nennt man das, was die Schranken des menschlichen Erkenntnisvermögens überschreitet. Gerade je weiter jemand in der Erkenntnis der Dinge fortschreitet, desto mehr wird er bereit sein, ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unding

Unding ist ein Begriff einer Sache, die entweder nicht als existierend (non ens) oder überhaupt nicht gedacht werden kann (nonsens). Vgl. Nichts. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unentschiedenheit

Unentschiedenheit ist derjenige Gemütszustand, in dem man entweder kein Urteil fällen oder keinen Entschluß fassen kann. Darüber hinauszukommen, hilft nur, daß man den Gründen seiner Vernunft folgt, ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unlauter

Unlauter heißt derjenige, welcher das Gute nicht um seiner selbst, sondern um des daraus erhofften Vorteils willen tut, dessen Handlungen also zwar äußerlich mit dem Gesetz übereinstimmen, aber ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unsinn

Unsinn (nonsens) bedeutet etwas, was sich auf vernünftige Weise nicht erklären läßt. Unsinnig heißt derjenige, welcher so redet oder handelt, daß darin kein Verstand liegt. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Unvereinbar

Unvereinbar heißen diejenigen Begriffe, welche demselben Subjekt nicht in derselben Beziehung beigelegt werden können; und zwar unterscheidet man unvereinbare konträre und kontradiktorische

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Untugend

Untugend nennt man die einer Tugend widerstreitende Gewöhnung. Untugend ist also nicht bloß Mangel an Tugend, sondern positive Schlechtigkeit. Dem Laster gegenüber ist Untugend der geringere Grad ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Vergnügen

Vergnügen, s. Lust, Hedoniker....

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Vorwitz

Vorwitz ist die Übereilung im Urteilen und Handeln. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Vitalsinn

Vitalsinn nennt man den den ganzen Organismus umspannenden Gemeinsinn. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Verbal

Verbal (lat.) heißt wörtlich; Verbaldefinition, s. Nominaldefinition. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Vermögen

Vermögen, s. Kraft, Anlage, Psychologie, möglich. ...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Vexierfragen

Vexierfragen heißen verfängliche oder sophistische Fragen welche einen anderen in Verlegenheit setzen sollen. Vgl. Acervus, Calvus, Velatus...

 Letzte Änderung: 11.12.2004
Vernunfthypothese

Vernunfthypothese nennt Kant eine Meinung, die aus subjektiven Gründen zum Fürwahrhalten zureichend ist. ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Theodizee

Theodizee (franz. théodicée v. gr. theos = Gott und dikaioun = rechtfertigen) heißt die Rechtfertigung Gottes gegen die Anklage, daß er am Übel und der Sünde in der Welt schuld sei. ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Makrokosmos, Mikrokosmos

Makrokosmos und Mikrokosmos (gr. v. makros = groß, mikros = klein u. kosmos = Welt) heißt die große und die kleine Welt, Natur und Mensch. Die Benennung ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Makrobiotik

Makrobiotik (Neubild. von gr. makrobiotês = das Langleben, das aus makros = lang u. bios = Leben gebildet ist) heißt die Kunst, das Leben unverkürzt, so lange als möglich dadurch ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Manifestation

Manifestation (lat. manifestatio) heißt Sichtbarmachung, Offenbarung, Kundgebung; so gibt es z.B. Manifestationen unseres Willens. In der neueren Naturphilosophie bedeutet es die ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Mikromegas

Mikromegas (franz. aus d. gr. geb.) bedeutet Kleingroß (»nom qui convient fort à tous les grands«); so heißt die Hauptperson in einem von Voltaire's (1694-1778) philosophischen Romanen, in welchem ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Methode

Methode (gr. methodos v. meta = nach u. hodos = Weg) heißt das planvolle und zusammenhängende Verfahren zur Erreichung eines bestimmten Zweckes auf wissenschaftlichem oder auf ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Metempsychose

Metempsychose (franz. métempsychose, vom gr. metempsychôsis, das von meta = um und empsychoô = beseelen abgeleitet ist), Umseelung, Seelenwanderung, heißt die Wanderung der ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Metaphysik

Metaphysik (gr. ta meta ta physika = die Bücher des Aristoteles hinter der »Physik«) heißt die Wissenschaft, die es mit den letzten Gründen alles Daseins zu tun hat, also mit dem, was über ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Metapher

Metapher (gr. metaphora), eigtl. Übertragung, dann Bild, heißt die Vertauschung des gewöhnlichen Ausdrucks mit dem bildlichen, z.B. Balsam statt Trost, Klemme statt Verlegenheit. Die Sprache, ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Metamathematisch

Metamathematisch heißen die Spekulationen, welche sich mit der Untersuchung nicht-euklidischer Räume, wie z.B. des pseudosphärischen, hyperbolischen und der mehrdimensionalen beschäftigen. Unser ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Mensch

Mensch (ahd. mannisco, substantiviertes Adj. [menschlich], abgel. von mann, dessen Grundbedeutung nicht feststeht) ist das leiblich und geistig vollkommenste aller organischen Wesen auf der Erde. ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Mechanismus

Mechanismus (nlt., franz. v. gr. mêchanê = Maschine) nennt man, im Unterschied vom Organismus, ein Wesen, das nur durch äußere Kräfte, also Druck und Stoß, in Bewegung gesetzt wird. Mechanismus ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Melancholie

Melancholie (gr. melancholia v. melas = schwarz u. cholê = Galle) heißt die Seelenkrankheit (Psychose), welche in dem Hange, sich traurigen Vorstellungen hinzugeben, ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Mathematik

Mathematik (gr. mathêmatikê sc. epistêmê), eigtl. Wissenschaft überhaupt, heißt die Quantitätslehre. Alle Bestimmung von Quantitäten erfolgt aber durch Zahlen und anschaulich gegebene ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Materie

Materie (lat. materia, gr. hylê), Stoff, bedeutet allgemein philosophisch zunächst im Gegensatz zur Form das Ungeformte, Ungestaltete, Sachliche, das uns durch die Qualität ...

 Letzte Änderung: 08.11.2004
Materialismus

Materialismus heißt diejenige Richtung des Realismus, welche, von der äußeren Erscheinungsform der Welt ausgehend, die Materie (s. d. W.) als die Wirklichkeit, als den Träger oder die Grundursache ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Májor, Mínor

Májor (der größere) und Mínor (der kleinere) bezeichnet in der Logik 1. den Ober- und Unterbegriff (terminus major und minor) eines Urteils, 2. den Ober- und Untersatz ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Mitfreude

Mitfreude ist ein künstlich in Anknüpfung an den Begriff Mitleid gemachter, wenig gebrauchter Begriff. Man versteht unter Mitfreude die Lust an fremder Lust oder die selbstlose ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Mitgefühl

Mitgefühl ist die Nachempfindung fremder Gefühle, welche aus der lebhaften Vorstellung derselben entspringt. Indem wir uns an Stelle des anderen setzen, empfinden wir dessen Gefühle nach. Die Phantasie ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Mittel

Mittel heißt dasjenige, was zur Erreichung eines Zweckes (s. d.) dient. Es steht in der Mitte zwischen Wollen und Erreichen. Man stellt sich zunächst eine Wirkung vor ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Mitleid

Mitleid heißt die Teilnahme am Unglück anderer und die hieraus entspringende Bereitwilligkeit, den Leidenden zu helfen. Diese Art des Mitgefühls ist viel verbreiteter als die Mitfreude, weil die ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Mittelbegriff

Mittelbegriff (terminus medius) heißt in der Syllogistik derjenige in beiden Prämissen eines Schlusses vorkommende Begriff, welcher den Zusammenhang zwischen den beiden anderen ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Mnemonik, Mnemotechnik

Mnemonik oder Mnemotechnik (gr. mnêmonikos = das Gedächtnis betreffend v. mnêmê = Gedächtnis u. technê = Kunst) nennt man die Kunst, durch gewisse Mittel das Gedächtnis ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Modalität

Modalität (franz. modalité von lat. modus = Art und Weise) bezeichnet zunächst allgemein die Art und Weise, wie etwas geschieht oder gedacht wird. Nach Kant (1724-1804), der den ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Modus

Modus (lat.) ist die Alt und Weise eines Dinges zu sein (modus essendi) oder zu handeln (modus agendi). Da diese Art und Weise nun als das Unselbständige oder Veränderliche für nicht so wesentlich ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Modus ponens, Modus tollens

Modus ponens und Modus tollens heißen die beiden Arten hypothetisch-kategorischer Schlüsse, in denen ein hypothetisches und ein kategorisches Urteil verbunden ist. Jenes ist der Schluß von ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Möglich

Möglich heißt dasjenige, was den Bedingungen, der Erfahrung entspricht. Wir unterscheiden das formal Mögliche und das real Mögliche. In erster Linie muß das Mögliche den formalen Bedingungen ...

 Letzte Änderung: 07.11.2004
Molekül

Molekül (franz. molécule, mlat. molecula = Massenteilchen v. lat. moles = Masse) heißt oder hieß vielmehr von der Entdeckung chemischer Verbindungen ab bis in die letzte Zeit der kleinste Teil, ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Monade

Monade (gr. monas) heißt eigtl. Einheit, bezeichnet also den Grund-Zahlbegriff, aus dem alle anderen Zahlen entstehen, wie denn auch Eukleides sagt (Elem. 7, 1-2): Monade ist ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Moment

Moment (lat. momentum, entstanden aus movimentum), eigtl. Bewegung, Bewegung des Auges, Augenblick, heißt als männliches Substantiv zunächst Zeitpunkt; momentan heißt daher s. a. vorübergehend. ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Mitbewegung

Mitbewegung heißt 1. die instinktive Bewegung, mit welcher der Zuschauer oft- die Bewegung affektvoll Erregter, z.B. der Schauspieler, Tänzer n. dgl., begleitet; sie entsteht durch Übertragung einer ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Moralstatistik

Moralstatistik ist derjenige Zweig der Statistik, welcher sich mit den Willenshandlungen des Menschen beschäftigt. Quételet (1796-1874) (Physique sociale, Paris 1835) behauptete, auf Grund ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Müßiggang

Müßiggang heißt das Genießen der Ruhe ohne Erholungsbedürfnis und ohne vorhergegangene Arbeit. Er entspringt meist aus Trägheit, bisweilen aus Genußsucht, die auf gesellige Vergnügen, Reisen, ästhetisierende ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Mut

Mut heißt diejenige Furchtlosigkeit in Gefahren, welche aus dem Bewußtsein eigener sittlicher Kraft entspringt. Der Mutige begibt sich ruhig in Gefahren, die er nicht vermeiden kann, und besteht ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Intermundien. Metakosmien

Intermundien oder Metakosmien (lat. intermundium, gr. metakosmion) nannte Epikuros (341-270) die Zwischenräume zwischen den verschiedenen Welten, wohin er die Götter versetzte, ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Interferierend

Interferierend heißt sich treffend; s. Beiordnung. Zwei einer Gattung untergeordnete Begriffe sind interferierend, wenn sie, aus verschiedener Einteilung der Gattung in Arten hervorgehend, ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Indeterminismus

Indeterminismus (nlt.), s. Determinismus, Freiheit, Äquilibrium, Ethik. ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Involution

Involution (lat. involutio), eigtl. Einwicklung des Organismus, nannte Leibniz (1646-1716) den Tod im Gegensatz zur Evolution, der Entwicklung des Lebens. - Involution der Vorstellungsreihe ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Intussuszeption

Intussuszeption (nlt.), innere Aufnahme und Verschmelzung der Stoffe, heißt das charakteristische Wachstum des Organismus, während Juxtaposition, d.h. Nebeneinanderlagerung, ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Irrtum

Irrtum heißt ein falscher Gedanke, der für wahr gehalten wird. Veranlaßt wird er stets durch einen Schein des Wahren (species veri), der das Subjekt täuscht. Mit der Aufhebung der Täuschung schwindet ...

 Letzte Änderung: 06.11.2004
Malerei

Malerei ist die Kunst, auf einer Fläche den Schein der Körper und des Raumes durch Farben darzustellen. Die Malerei stellt nur in der zweidimensionalen Fläche dar, und indem sie die eine Dimension ...

 Letzte Änderung: 05.11.2004
Propädeutik

Propädeutik (gr. propaideutikê sc. technê), Vorbereitung oder Vorübung, heißt die Summe der zum Studium einer Wissenschaft oder Kunst nötigen Kenntnisse. Manche Wissenschaften, die ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Psychologie

Psychologie (vom gr. psychê = Seele und logos = Lehre, Seelenlehre) heißt die Wissenschaft, welche darlegt, wie die Erfahrung ihrem ganzen Umfange nach aus den Vorgängen im Subjekte ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Prinzip

Prinzip (lat. principium, gr. archê = Anfang) bedeutet, allgemein genommen, den Anfang, den Ursprung, die Grundlage, die Voraussetzung irgend einer Sache. ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Projektion

Projektion (lat. proieotio = Hinausverlegung, v. proiicio = hinwerfen) nennt man in der Mathematik die Abbildung eines Raumgebildes auf einer ebenen oder krummen Fläche ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Polytheismus

Polytheismus, vgl. Gott, Monotheismus, Henotheismus, Pantheismus. ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Monotheismus

Monotheismus (nlt. v. gr. monos = einzig u. theos = Gott) heißt der Glaube, daß das göttliche Wesen der Zahl nach nur eins sei. Gegensätze sind Dualismus und Polytheismus. ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Monismus

Monismus (v. gr. monos = einzig) heißt im Gegensatz zum Dualismus (s. d.) jedes metaphysische System, welches nur ein Prinzip annimmt, mag dies der Stoff (Realismus, ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Hemmungssumme

Hemmungssumme der Vorstellungen nennt Herbart den Inbegriff des in den einzelnen Vorstellungen gehemmten Vorstellens, Hemmungsverhältnis dagegen das Verhältnis, in dem sich die Hemmungssumme ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Hemerose

Hemerose (gr. hêmerôsis), Bezähmung, sc. der Seele, nannten die Pythagoreer die Beherrschung der Leidenschaften, indem sie diese mit wilden Tieren verglichen. ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Hegemonikón

Hegemonikón (gr. hêgemonikon) d.h. Herrschendes, nannten die Stoiker das edelste Vermögen der Seele, welches die verschiedenen Seelenvermögen zur Einheit zusammenschließt und dem die Vorstellungen, ...

 Letzte Änderung: 04.11.2004
Hesychie

Hesychie (gr. hêsychia), Ruhe, Stille, bezeichnet entweder das Schweigen der Pythagoreer, oder die Ataraxie (s. d.) der Skeptiker, also die Gemütsruhe; der Stoiker Chrysippos ...

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