Am Fenster lehn ich


Am Fenster lehn ich, müd verwacht.

Da ruft es so weithin durch die Nacht. -

 

Hoch oben hinter Wolkenflug

Hinschwimmt ein Wandervogelzug.

 

Sie fahren dahin mit hellem Schrei

Hoch unter den Sternen in Lüften frei.

 

Sie sehn von fern den Frühling blühn,

Wild rauschen sie über die Lande hin.

 

O Herz, was ist's denn, das dich hält?

Flieg mit, hoch über der schönen Welt!

 

Dem wilden Schwarm gesell dich zu;

Vielleicht siehst auch den Frühling du!

 

Dann gib noch einmal aus Herzensdrang

Einen Laut, ein Lied, wie es einstens klang!


 © textlog.de 2004 • 16.12.2017 08:09:53 •
Seite zuletzt aktualisiert: 11.09.2005 
Abuse Trap
  Home  Impressum  Copyright