Der Tag


Wie der Tag sich durch das Fenster traut,

schau ich auf den Platz,

staunend, daß der Nacht

noch ein Morgen graut,

die ich so durchwacht

ohne Freudenlaut,

aber immer bauend Satz auf Satz.

 

Wie der Blick sich durch das Fenster traut,

geht ein Wagen, geht,

langsam geht er hin

ohne Klagelaut.

Liegt ein Toter drin,

eine arme Haut.

Und ich geh zurück an mein Gebet.


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