Und liebst doch alle, liebt dich einer so


So brauchst du niemand außer dir zu lieben

und liebst doch alle, liebt dich einer so.

Und länger weilt der Augenblick, wo hüben

dein Auge blickt, der Ewigkeiten froh.

 

Und Freudenfeuer brannten lichterloh,

als ich aus jenes Zweikampfs Kräftemessen

in deine unbesiegte Ohnmacht floh,

und Wissen sank in seliges Vergessen.

 

Sag mir die Landschaft, die dein Auge sah,

da du dir nichts und alles ließt gefallen,

und welcher Himmelskörper war dir nah?

 

Und welche Sphäre hörtest du erschallen?

Denn außer dir war nichts zur Liebe da,

und sie war nicht von einem, nur von allen.


 © textlog.de 2004 • 17.10.2017 02:24:52 •
Seite zuletzt aktualisiert: 21.09.2007 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright Die Fackel: » 1899-1909 » 1910-1919 » 1920-1929 » 1930-1936