Schnellzug


Auf dieser Lebensbahn

rattert es drauf und dran

in schnellem Zug.

Und meine Melodie

macht es, ich weiß nicht wie,

zu einem Trug.

 

Draußen das liebe Land,

das noch nicht stille stand,

wie es sich dreht!

Alles bleibt mir versäumt,

alles bleibt ungeträumt,

alles vergeht.

 

Man wird vom Schauen stumpf,

hier drin die Luft ist dumpf,

draußen ist's schön.

Dann wird die Zeit mir lang,

dann wird mir wieder bang

vor dem Vergehn.

 

Welch eine Menschennot

schlägt sich die Zeit hier tot

auf ihre Art.

Hier drin ist nichts wie Schmutz,

und ich bin voller Trutz.

Welch eine Fahrt!

 

Doch was auch quält und närrt,

ich bleibe eingesperrt

bis an das End'.

Wollte mich gern befrein,

wollte die Landschaft sein,

die rückwärts rennt!



Quelle: www.textlog.de

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Seite zuletzt aktualisiert: 21.09.2007 
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