Tussis

Tussis lat. Husten. Pertussis = Tussis convulsiva Keuchhusten, sehr ansteckende, meist in Epidemien auftretende Infektionskrankheit, wahrscheinlich durch den 1906 entdeckten BORDET-GENGOU-Bazillus, unbeweglich, gramnegativ, am besten mit Karbolmethylenblau färbbar. Wächst auf glyzer. Kartoffelauszug, Blutagar. Beg. 8 bis 14 Tage mit uncharakteristischen Bronchialkatarrh, dann 2—6 Wochen, eventuell Monate, Anfälle mit zahlreichen, krampfhaft und stoßweise erfolgenden Hustenstößen und tiefer krähenden oder pfeifenden Einatmung: Reprise. Dann allmählich abklingend.

Als Nebenerscheinungen Konjunktivalblutungen, Geschwürchen am Zungenbändchen, heftiges Erbrechen, Hernien, Eklampsie; Otitismedia. Es scheint nur Chinin zu wirken, Morphium wertlos, bzw. bedenklich. Hauptsache äußerste Sauberkeit und wenn möglich Aufenthalt auf dem Lande. Tussis hysterica, Tussis nervosa heftiger, meist rauher trockener Husten, bellend, bei Hysterie auch an andere Tierstimmen erinnernd, oft in regelmäßiger Weise wiederkehrend; andere Fälle zeigen nur Hüsteln. Vgl. Adenoiditis.


 © textlog.de 2004-2017 •
Seite zuletzt aktualisiert: 24.05.2010 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z