Sublimis, Sublimieren

Sublimis lat. oberflächlich, erhaben. Sublimieren erhöhen; verflüchtigen daher Sublimat: genau jedes Produkt einer Sublimation: der direkte Übergang eines festen Körpers in den gasförmigen und zwar durch Erwärmung und nachherige Abkühlung. Dient dazu, flüchtige Stoffe von nicht flüchtigen zu trennen. Gewöhnlich versteht man unter Sublimat aber nur Quecksilbersublimat s. Hydrargyrum. In Pastillen, zur Warnung wegen großer Giftigkeit rötlich gefärbt, zu je 1 Gramm Sublimat mit wenig Kochsalz zwecks leichter Lösung. Gewöhnlich je 1 Pastille auf 1 Ltr. also 1:1000 Lösung. Sublimatprobe (n. SCHMIDT) für Gallenfarbstoffe im Stuhl: zu in Wasser gleichmäßig verriebener Stuhl setzt man konzentrierte Sublimatlösung. Nach 24 St. sind die bilirubinhaltigen Teile grün, die urobilinhaltigen (— hydrobilirubinhaltigen) rot, s. a. GMELINsche Probe. Sublimatprobe (nach SPIEGLER) für Eiweiß im Urin. Sublimatproben Reagens: Sublimat 8,0 — Ac. tart. 4,0 — Glyz. 20,0 Aq. dest 200,0. Dieses Gemisch wird durch stark mit Essigsäure angesäuertes Urin unterschichtet, wobei sich bei Eiweißgehalt von nur 0,002 schon pro mille ein weißer Ring bildet. Sublimat Reaktion WEICHBRODT s. Serum.


 © textlog.de 2004-2017 •
Seite zuletzt aktualisiert: 24.05.2010 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z