Strabismus

Strabismus gr. strabizô v. strabos scheel, Schielen. HIRSCHBERG unterscheidet: 1. Verschiebung (exzentrische Fixation) beider Augen bei normalen Muskeln, z.B. durch doppelseitige Netzhautablösung. 2. Verdrehung des einen Auges, Schielen: a) einfache, b) durch Lähmung eines Muskels oder auch mehrerer (und Kontraktur des entgegengesetzten). 3. Verdrängung des Auges, wobei nicht einmal der Drehpunkt des Auges an seinem Platze bleibt. — Bei Verdrehung eines Auges unterscheidet man: Strabismus convergens Einwärtsschielen, Strabismus divergens Äuswärtsschielen (das schielende Auge sieht einwärts oder auswärts von dem Gegenstande vorbei, auf den das andere gerichtet ist). — Strabismus concomitans wo das Schielauge das andere nach allen Richtungen begleitet, Strabismus paralyticus wo dies in einer Richtung wegen Muskellähmung ausfällt. (Getrennt von dem Strabismus mit einem Auge ist zu betrachten Strabismus binocularis = bilateralis: Schielen mit beiden Augen.) Ferner Strabismus dynamicus = latens Schielen, das zwecks Einfachsehens unterdrückt wird und nur festzustellen ist durch Verdecken und wieder Freilassen. Strabismus alternans wo ein Auge aus der Nähe, das andere aus der Entfernung schielt. Vgl. Höhenschielen.


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