Schwindel, Drehschwindel

Schwindel Gefühl des gestörten Gleichgewichts, als ob der Boden wanke oder die Umgebung sich drehe, Drehschwindel. Unter gesunden Verhältnissen entsteht Schwindel durch schnelle mehrfache Umdrehungen des Körpers, durch plötzliches Einsetzen oder Aufhören einer passiven Fortbewegung (Personenaufzug, Eisenbahn), durch schaukelnde Bewegung, vgl. Seekrankheit, und durch Galvanisation am Kopfe. Krankhafter Schwindel entsteht durch Erkrankungen des Ohrlabyrinths als Labyrinth-Schwindel, vgl. MENIÈRE, durch Störungen in der Blutversorgung des Labyrinths bei Arteriosklerose, Anämie, Herzkrankheiten, anderen fieberhaften Erkrankungen und Vergiftung-Alhohol usw., ferner durch Kleinhirnerkrankung, Kleinhirn-Schwindel, und bei Augenmuskellähmungen, Augen-Schwindel. Der otogene Schwindel, durch das Gehörorgan unmittelbar ausgelöst, ist fast immer Drehschwindel, oder er zeigt eine bestimmte Fallrichtung, unabhängig von der Kopfrichtung. Kein eigentlicher Schwindel ist der Höhenschwindel; er gehört wie die nervösen Schwindelgefühle zu den Angstgefühlen (Gedanke an Abstürzen usw.). Hierzu gehört auch der Magenschwindel. Vgl. Vertigo, Dauerschwindel, Sehschwindel.


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Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
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