RÖNTGENchromometer

RÖNTGENchromometer = Härtegradmesser zur Bestimmung des Härtegrades der Röhren: Aluminium- und Silberplatten verschiedener Dicke, die mit zunehmender Dicke den Bariumplatinzyanürschirm in verschiedener Farbe aufleuchten lassen. Röntgendermatitis Hautentzündung nach Einwirkung von Röntgenstrahlen. Akute Röntgendermatitis, mehrere Tage nach Röntgenbestrahlung einsetzend, Erythem, Haarausfall, Infiltration, bei stärkerer Reizung Schmerzen, Blasenbildung, Exfoliation, Pigmentierung. Chronische Röntgendermatitis ausgebreitete Rötung und Schwellung der Haut, Hyperkeratosen, Atrophie, Paronychien, Rhagaden, Teleangiektasien, Exkoriationen; als Folge: Geschwüre, Kankroide, Epitheliome. Röntgenvolldosis, -normaldosis, -erythemdosis (= E.D.) die zu leichten Entzündungserscheinungen in der Haut führt, meist mit Haarausfall, seltener mit leichter Pigmentierung, s. a. SABOURAUD. Röntgenerythem entzündliche Hautrötung nach Röntgenbestrahlung. Röntgenfilter bei der Röntgentiefenbehandlung zwischen Röntgenröhre und Haut angebrachte Platte aus Leicht- oder Schwermetall, um die hautschädigenden weichen und mittelweichen Strahlen aufzusaugen. Röntgenfrühreaktion, Röntgenvorreaktion KÖHLER 1903, zum Unterschied von der eigentlichen Röntgenreaktion zuweilen sofort oder nur einige Stunden nach der Bestrahlung eintretende Hautrötung. Ursache unbekannt, Wärmewirkung, Labilität des Gefäßsystems oder Sekundärstrahlung der Röntgenröhrenglaswand? Röntgenreaktion s. Röntgendermatitis, Akute. Röntgenisieren mit Röntgenstrahlen behandeln. Röntgenkater Magenstörung durch auf den Magen treffende Streustrahlen, nervöse Reizung, vielleicht auch Reiz, des Brechzentrums. Röntgenogramm Röntgenbild. Röntgenographie gr. graphô schreibe, Aufnahme mit R.strahlen. Vgl. Orthodiagraphie, Teleröntgenographie. Röntgenologie gr. logos Lehre, Lehre von den Röntgenstrahlen. Röntgenologisch nachweisbar durch Röntgenstrahlen erkennbar. Röntgenoskopie gr. skopeô besehe. Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen. Röntgenschutz Bleigummischürzen von 2—3 mm Dicke, ferner transportable bleiüberzogene Schutzschirme oder Kästen mit blauen Bleiglasfenstern. Röntgensensibilität die sehr verschiedene Empfindlichkeit verschiedener Körpergewebe gegen Röntgenbestrahlung. Z. B. sind lymphatische Gewebe in blutbildenden Organen und akute Ekzeme 4—5 mal so empfindlich wie Knochengewebe oder Lipome. Besonders empfindlich auch sind die in Teilung oder Wachstum befindlichen Zellen: in Hoden, Eierstock und Geschwülsten. Röntgendesensibilisierung, Herabsetzung der Röntgensensibilität, s. oben, der Körpergewebe, zumal der Haut, durch Blutleermachung mittels Druck oder Adrenalin, um ohne Schaden größere Dosen RÖNTGENstrahlen verabfolgen zu können.


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Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
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