Westermühlen


Die Heimat hier und hier dein erster Traum!

Das Mühlrad rauscht, so lustig stäubt der Schaum,

Und unten blinkt der Bach in tiefem Schweigen,

Ein Spiegelrund, drin blau der Himmel ruht.

Vom Ufer rings mit ihren dunklen Zweigen

Taucht sich die Erle in die klare Flut.

Horch, Peitschenknall und muntrer Pferdetrab!

Die Räder knirschen durch den feuchten Sand.

Halt an, halt an! Nun sacht den Berg hinab

Und durch den Bach zum andern Uferrand.

Dann wieder aufwärts links den Weg entlang

Hinauf zur Mühle mit des Kornes Last,

Wo von der Eiche unermüdlich klang

Der Stare fröhlich Plaudern hoch vom Ast.

Zehn Schritte noch, da steht im Schattengrunde

Der Linden halbversteckt das Müllerhaus;

Der Müller mit der Tabakspfeif' im Munde

Lehnt in der Tür und schaut behaglich aus.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.09.2005 
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