Dresden


Die Stadt macht einen ganz barock.

Bemerkenswertes kennst du ja aus Bildern

Und Büchern. Warum das noch schildern.

Und sozusagen scharrt mein Reisestock.

 

Ich habe Angst, hier zu verwildern.

August der Starke und Paris

Sind weit von diesem Tumerspieß,

Auch Walter von der Vogelwies.

 

Was sind wir nun an Gas und Miete schuldig?

Antworte nicht. Mit Geld steht's diesmal schlecht.

Vielleicht deshalb bin ich so ungeduldig

Und gegen Dresden billig ungerecht.

 

Doch hier — das tolle Welt- und Großstadtleben

Zermürbt mich ganz und gar.

Übrigens: Würzen liegt nicht weit daneben,

Die Stadt, wo meine Mutter mich gebar.

 

Fort! Tausend Dank den Dresdener Verehrern!

Doch fort von Dresden! Meine Sehnsucht weht

Nach einer Stadt, die nur aus Oberlehrern

Und aus Gemütlichkeit besteht.


 © textlog.de 2004 • 18.10.2017 16:36:41 •
Seite zuletzt aktualisiert: 08.08.2005 
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