Hinterm Hotel


Hinter dem schwarzen Hotelbau lag

Ein Gärtchen, düster bei Nacht wie bei Tag.

Blumenlos waren die Beete,

Weil keine Sonne sie je beschien,

Und grün, aber auch schmutzig grün,

Waren nur die Stakete.

 

Ein Hausdiener mit Knochenfraß

Und ein Küchenmädchen aus dem Elsaß

Haben dort die Natur besiegt

Und ein Kind gekriegt.

 

Hinter der Laube, in blattlosen Zweigen

Lebt dort ein gutes Gespenst.

Ich will es dir zeigen,

Ohne daß du's erkennst.


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Seite zuletzt aktualisiert: 08.08.2005 
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