Der Berg


Sechsunddreißig Mal und hundertmal

hat der Maler jenen Berg geschrieben,

weggerissen, wieder hingetrieben

(sechsunddreißig Mal und hundertmal)

 

zu dem unbegreiflichen Vulkane,

selig, voll Versuchung, ohne Rat, -

während der mit Umriß Angetane

seiner Herrlichkeit nicht Einhalt tat:

 

tausendmal aus allen Tagen tauchend,

Nächte ohne gleichen von sich ab

fallen lassend, alle wie zu knapp;

jedes Bild im Augenblick verbrauchend,

von Gestalt gesteigert zu Gestalt,

teilnahmslos und weit und ohne Meinung -,

um auf einmal wissend, wie Erscheinung,

sich zu heben hinter jedem Spalt.


 © textlog.de 2004 • 13.12.2017 17:33:58 •
Seite zuletzt aktualisiert: 03.08.2005 
Abuse Trap
  Home  Impressum  Copyright