Dem aufgehenden Vollmond


Willst du mich sogleich verlassen?

Warst im Augenblick so nah!

Dich umfinstern Wolkenmassen

Und nun bist du gar nicht da.

 

Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,

Blickt dein Rand herauf als Stern!

Zeugest mir, daß ich geliebt bin,

Sei das Liebchen noch so fern.

 

So hinan denn! hell und heller,

Reiner Bahn, in voller Pracht!

Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,

Überselig ist die Nacht.


 © textlog.de 2004 • 18.10.2017 07:47:00 •
Seite zuletzt aktualisiert: 02.08.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright