Wanderers Schlaf


DER WANDERER 1. Fassung

 

Immer lehnt am Felsen die weiße Nacht

Wo in Silbertönen die Föhre ragt

Stein und Sterne sind.

 

Über den Gießbach wölbt sich der knöcherne Steg

Folgt dem Schläfer die dunkle Gestalt der Kühle,

Sichelmond in rosiger Schlucht.

 

Ferne schlummernden Hirten. In altem Gestein

Schaut aus kristallenen Augen die Kröte

Erwacht der blühende Wind, die Silberstimme

Des Totengleichen

 

Leise sagend die vergessene Legende des Walds

Das weiße Antlitz des Engels

Leise umschmeichelt sein Knie der <...> Schaum des Wassers

 

Rosige Knospe

Des Singenden trauriger Vogelmund.

Ein schöner Glanz erwacht auf seiner Stirne

 

Stein und Stern

Darin der weiße Fremdling ehdem gewohnt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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