Frühling der Seele


Blumen blau und weiß verstreut

Streben heiter auf im Grund.

Silbern webt die Abendstund',

Laue Öde, Einsamkeit.

 

Leben blüht nun voll Gefahr,

Süße Ruh um Kreuz und Grab.

Eine Glocke läutet ab.

Alles scheinet wunderbar.

 

Weide sanft im Äther schwebt,

Hier und dort ein flackernd Licht.

Frühling flüstert und verspricht

Und der feuchte Efeu bebt.

 

Saftig grünen Brot und Wein,

Orgel tönt voll Wunderkraft;

Und um Kreuz und Leidenschaft

Glänzt ein geisterhafter Schein.

 

O! Wie schön sind diese Tag'.

Kinder durch die Dämmerung gehn;

Blauer schon die Winde wehn.

Ferne spottet Drosselschlag.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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