Blutschuld


Es dräut die Nacht am Lager unsrer Küsse.

Es flüstert wo: Wer nimmt von euch die Schuld?

Noch bebend von verruchter Wollust Süße

Wir beten: Verzeih uns, Maria, in deiner Huld!

 

Aus Blumenschalen steigen gierige Düfte,

Umschmeicheln unsere Stirnen bleich von Schuld.

Ermattend unterm Hauch der schwülen Lüfte

Wir träumen: Verzeih uns, Maria, in deiner Huld!

 

Doch lauter rauscht der Brunnen der Sirenen

Und dunkler ragt die Sphinx vor unsrer Schuld,

Daß unsre Herzen sündiger wieder tönen,

Wir schluchzen: Verzeih uns, Maria, in deiner Huld!


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Seite zuletzt aktualisiert: 09.07.2005 
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