Einklang


Sehr helle Töne in den dünnen Lüften,

Sie singen dieses Tages fernes Trauern,

Der ganz erfüllt von ungeahnten Düften

Uns träumen macht nach niegefühlten Schauern.

 

Wie Andacht nach verlorenen Gefährten

Und leiser Nachhall nachtversunkner Wonnen,

Das Laub fällt in den längst verlaßnen Gärten,

Die sich in Paradiesesschweigen sonnen.

 

Im hellen Spiegel der geklärten Fluten

Sehn wir die tote Zeit sich fremd beleben

Und unsre Leidenschaften im Verbluten,

Zu ferner'n Himmeln unsre Seelen heben.

 

Wir gehen durch die Tode neugestaltet

Zu tiefern Foltern ein und tiefern Wonnen,

Darin die unbekannte Gottheit waltet -

Und uns vollenden ewig neue Sonnen.


 © textlog.de 2004 • 24.10.2017 06:11:02 •
Seite zuletzt aktualisiert: 09.07.2005 
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