Warum bist du, Geliebter...


XVI

 

"Warum bist du, Geliebter, nicht heute zur Vigne gekommen?

    Einsam, wie ich versprach, wartet' ich oben auf dich." 

'Beste, schon war ich hinein: da sah ich zum Glücke den Oheim

    Neben den Stöcken, bemüht, hin sich und her sich zu dreh'n.

Schleichend eilt' ich hinaus!' "Oh, welch ein Irrtum ergriff dich!

    Eine Scheuche nur war's, was dich vertrieb! Die Gestalt

Flickten wir emsig zusammen aus alten Kleidern und Rohren;

    Emsig half ich daran, selbst mir zu schaden bemüht."

Nun, des Alten Wunsch ist erfüllt; den losesten Vogel

    Scheucht' er heute, der ihm Gärtchen und Nichte bestiehlt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 27.06.2005 
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