Wie! mit innigstem Behagen...


Suleika

 

Wie mit innigstem Behagen,

Lied, empfind' ich deinen Sinn!

Liebevoll du scheinst zu sagen:

Daß ich ihm zur Seite bin.

 

Daß er ewig mein gedenket,

Seiner Liebe Seligkeit

Immerdar der Fernen schenket,

Die ein Leben ihm geweiht.

 

Ja, mein Herz, es ist der Spiegel,

Freund, worin du dich erblickt;

Diese Brust, wo deine Siegel

Kuß auf Kuß hereingedrückt.

 

Süßes Dichten, lautre Wahrheit

Fesselt mich in Sympathie;

Rein verkörpert Liebesklarheit

Im Gewand der Poesie.


 © textlog.de 2004 • 13.12.2017 00:40:10 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.06.2005 
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