Behramgur, sagt man...


Behramgur, sagt man, hat den Reim erfunden,

Er sprach entzückt aus reiner Seele Drang;

Dilaram schnell, die Freundin seiner Stunden,

Erwiderte mit gleichem Wort und Klang.

 

Und so, Geliebte, warst du mir beschieden,

Des Reims zu finden holden Lustgebrauch,

Daß auch Behramgur ich, den Sassaniden,

Nicht mehr beneiden darf: mir ward es auch.

 

Hast mir dies Buch geweckt, du hast's gegeben;

Denn was ich froh, aus vollem Herzen sprach,

Das klang zurück aus deinem holden Leben,

Wie Blick dem Blick, so Reim dem Reime nach.

 

Nun tön' es fort zu dir, auch aus der Ferne!

Das Wort erreicht, und schwände Ton und Schall.

Ist's nicht der Mantel noch gesä'ter Sterne?

Ist's nicht der Liebe hochverklärtes All?


 © textlog.de 2004 • 16.12.2017 13:57:36 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.06.2005 
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