Metempsychose

Metempsychose (franz. métempsychose, vom gr. metempsychôsis, das von meta = um und empsychoô = beseelen abgeleitet ist), Umseelung, Seelenwanderung, heißt die Wanderung der menschlichen Seele durch verschiedene tierische und menschliche Körper. Die Annahme einer solchen Seelenwanderung beruht sowohl auf dem Pantheismus, der alles für beseelt hält, als auch auf dem Dualismus, wenn er die Erde als einen Straf- und Läuterungsort annimmt. Wir finden die Lehre von der Metempsychose oder Metensomatose (Körperwechsel) beim Brahmaismus und Buddhismus, bei der ägyptischen Geheimlehre, bei Pherekydes und Pythagoras, Empedokles, Platon, Plotinos, Pindaros, Cicero und Vergilius, auch in der Kabbâla, bei den Manichäern, amerikanischen Wilden und afrikanischen Negern. Schon Aristoteles hat dagegen das schlagende Argument geltend gemacht, daß sich die Seele nicht gleichgültig gegen ihren Körper verhalte. Vgl. Unsterblichkeit.


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Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
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